Geschichte

Schöneberg liegt an der mittleren Wied, zwischen den Ortschaften Altenkirchen und Neitersen. Der Blick über das Dorf mit der dominierenden Auferstehungskirche und dem Wiedtal im Hintergrund, lässt erahnen wie harmonisch der Ort sich in das Gesamtbild der Westerwälder Landschaft einfügt.

Schöneberg (rund 420 Einwohner) wird erstmals am 26. April 1240 urkundlich erwähnt. Die Urkunde nennt nicht den Ort, sondern das gleichnamige Kirchspiel Schöneberg. Kirche und Ort sind seit Jahrhunderten untrennbar miteinander verbunden. Das heutige Dorfgemeinschaftshaus diente über Jahrhunderte als Dorfschule. 1644 wurde sie das erste Mal erwähnt, ist aber vermutlich schon 1618 entstanden. Ursprünglich war die Schule eine Einrichtung der Kirchengemeinde. Am 1. August 1973 wurde sie aufgelöst. Alle Kinder müssen seitdem die Schulen in Altenkirchen besuchen. Über die B 256 ist der Ort gut erreichbar.

Am 23. Mai 1854 brach in der Mitte des Dorfes Feuer aus. Während fast alle Männer auf dem bekannten Markt in Steimel waren, konnten die Daheimgebliebenen, meist Frauen und Kinder, den Brand nicht wirkungsvoll bekämpfen. Ein Augenzeuge berichtete, dass 18 Häuser, das Pfarrhaus und die Kirche verbrannten.
Neben dem Bau eines neuen Pfarrhauses, welches 1858 vollendet wurde und noch heute diesem Zweck dient, war die Gemeinde natürlich bestrebt, eine neue Kirche zu errichten. Am 25. Mai 1864, fast genau 10 Jahre nach dem Brand, wurde feierlich der Grundstein gelegt. Besondere Schwierigkeiten bereitete der Bau des Turmes, dessen Fundament in ungewöhnlich großer Tiefe gegründet werden musste. Verursacht wurden diese Probleme wahrscheinlich durch die Tatsache, dass man auf die unterirdischen Reste des ehemaligen Schlosses stieß. Schon 1873 wurde der Turm wegen offen zutage getretener Schäden baupolizeilich geschlossen und 1874 abgetragen.
1906 konnte dann endlich, mit dem Neubau eines Turmes begonnen werden, der 1908 vollendet wurde.
Schöneberg verfügt über ein kirchliches Gemeindehaus, sowie das bereits erwähnte Dorfgemeinschaftshaus (ehemalige Schule), das von der Gemeinde verwaltet und bewirtschaftet wird. Seit dem Jahre 2000 gehört auch ein Spielplatz zum Ortsbild, der wegen seiner schönen Gestaltung großen Anklang bei den Kindern findet.

Schreibe eine Antwort